2023 ist Schluss: psychischer Missbrauch durch Eltern-Kind-Entfremdung muss ein Ende haben!

Maria (80)

Nichts ist mehr wie es war – Ich habe den Kontakt zu meiner geliebten Enkelin verloren!

Vor drei Jahren war die Welt noch in Ordnung. Es schien, dass nichts auf der Welt diese Ordnung erschüttern könnte. Seitdem ist alles anders. Alles steht Kopf. Ich habe den Kontakt zu meiner geliebten Enkelin verloren! 

Aber der Reihe nach: Katja, meine liebe Enkelin, wurde im Frühjahr 2012 geboren. Mein Sohn hatte sich zu der Zeit schon von seiner damaligen Partnerin, mit der er nicht verheiratet war, getrennt. Hals über Kopf verließ diese kurz nach Katjas Geburt das bis dahin noch gemeinsam bewohnte Haus und nahm das Kind mit. In der nun folgenden Zeit zeichnete sich schon ab, dass die Mutter Katja besitzen und ohne den Vater großziehen wollte, denn eine einvernehmliche Umgangsregelung war, trotz Beteiligung des Jugendamtes, nicht zu vereinbaren. 

Das erste Gerichtsverfahren vor dem Familiengericht bahnte sich also an, um eine Umgangsregelung festzulegen, die von der Mutter zunächst zähneknirschend, dann aber dennoch recht zuverlässig umgesetzt wurde. Zwei Jahre später, 2015, wurde gerichtlich um das Sorgerecht gestritten, denn die gemeinsame Sorge kam für die Mutter niemals in Frage. Das Oberlandesgericht bestätigte schließlich den Beschluss des Amtsgerichts, dass die elterliche Sorge nun gemeinsam ausgeübt wird. 
Mein Sohn kam oft mit seiner neuen Partnerin und Katja zu Besuch zu mir, wo ich alleine – mein Mann ist vor 8 Jahren gestorben – in einem Haus mit großem Grundstück lebe. Katja hat es geliebt, um das Haus herumzutollen, am nahen Bachlauf zu spielen oder mit mir im Garten zu arbeiten. Und mir hat es Spaß gemacht zuzuschauen, wie Katja sich über all diese neuen Eindrücke freut, die sie in der Stadtwohnung ihrer Mutter nicht hatte. 

Wir sind auch zu viert in Urlaub gefahren und ich habe mir dann mit Katja ein Zimmer geteilt. Das war für sie immer das Größte. Ob wir nun im Harz, im Schwarzwald oder im Allgäu waren, ich habe mich immer sehr über Katjas quirlige Gegenwart gefreut und Katja wich mir nicht von der Seite. Ich war immer schon traurig, wenn es hieß Abschied, zu nehmen. Aber ich wusste ja, es ist nicht für lange. 

An einem Wochenende im April 2018 stand wieder ein Besuch meiner Enkelin an, denn mein Sohn war mit ihr in der Nähe auf einem Vater-Kind-Wochenende und die beiden wollten anschließend noch bei mir vorbeischauen, bevor Katja am Sonntagabend wieder zu ihrer Mutter zurückkehren sollte. 
Katja berichtete mir stolz von ihren Erlebnissen des Wochenendes gemeinsam mit ihrem Papa. Sie habe einen erloschenen Vulkan besucht und – wie früher die Höhlenmenschen – Feuer gemacht. 

Katja war müde aber glücklich, als die beiden schließlich nach Hause aufbrachen. Es sollte das letzte Mal sein, dass ich mit Katja Kontakt hatte und mit ihr sprechen konnte. Es zerreißt mir das Herz. 

Seit Katjas Rückkehr zu ihrer Mutter an diesem Wochenende verhinderte diese aus heiterem Himmel zunächst weitere Umgangskontakte mit meinem Sohn, bis Katja dann schließlich selbst vehement den Umgang mit ihrem Vater und der gesamten väterlichen Familie, also auch mit mir, ablehnte. Die Vermittlungsversuche des Jugendamtes konnten Katjas ablehnende Haltung zunächst überwinden und Katja konnte an zwei Wochenenden im November wieder zu ihrem Vater. Alles war wie zuvor. Katja war fröhlich und zufrieden.

Nun erstattete die Mutter Strafanzeige gegen meinen Sohn wegen Körperverletzung gegenüber Katja. Damit hatte sie nun endlich Erfolg, denn der Umgang wurde nun zunächst gerichtlich ausgesetzt und ein familienpsychologisches Gutachten beauftragt. Das Gutachten ergab, dass Katja in einem Loyalitätskonflikt steckt, dass sie eine für sie ungesunde symbiotische Verbindung mit der Mutter hat und in dieser Folge die Verbindung zum Vater geopfert hat. Man empfahl, den Eltern eine Beratung und Katja sollte durch eine unabhängige Vertrauensperson entlastet werden. Beides – Beratung und Hilfe für Katja – wurden von Katjas Mutter erfolgreich verweigert, so dass am Ende, aufgrund der über die verstrichene Zeit festgefahrenen Situation, der Umgang zwischen Katja und meinem Sohn gerichtlich für weitere 18 Monate ausgesetzt wurde.

Dies hieß nun auch für mich, dass ich Katja, meine kleine freundliche, fröhliche Enkelin, lange Zeit nicht wiedersehen würde. Ich war erschüttert. Der lange, zermürbende Kampf meines Sohnes um seine geliebte Tochter hat ihn krankgemacht. Es tut mir sehr weh, wenn ich sehe, dass all seine Bemühungen ins Leere laufen und von den Richtern und sonstigen Beteiligten völlig ignoriert werden. Er leidet sehr – und ich leide mit ihm. 

Ein Kind braucht doch beide Eltern, um glücklich zu sein. Warum sieht dies niemand? Ich bin nun 80 Jahre alt und habe selbst nicht mehr die Kraft, mich einem Gerichtsverfahren zu stellen, um meinen Umgang mit Katja zu erkämpfen. Ich hoffe nur sehr, dass mein Sohn wieder Kontakt zu Katja bekommt, dass Katja ihre Oma nicht vergisst und dass die Wunden heilen. Ich würde mir so sehr wünschen, dass Katja wieder um mich herumtollen würde – so wie früher.  

Aber ich weiß nicht, ob ich das noch erleben darf…